Rethinking Garbage, eine partizipative Veranstaltung initiiert von Birgit S. Bauer und durchgeführt mithilfe des BMW Guggenheim LABs Berlin. An einem herrlichen Sommertag in Berlin, unter dem Schatten spendenden Container des Guggenheim LABs fanden sich Interessierte, Experten und Neugierige zusammen um über Müll nachzudenken. studiofroh war als Müll-Experte ebenfalls dabei.

An verschiedenen Stationen konnten die Besucher ihre Fragen, Ideen und Sorgen zum Thema Müll loswerden. Es war ein großer, heißer Think-Tank, der dort unterm LAB Container brodelte. Global Waste Ideas, eine Plattform, die Strategien und Konzepte für die Lösung des Müllproblems weltweit sammelt, stellte an einer großen Weltkarte einige der Projekte ihrer Web-Plattform vor. Während an einem “Utopia” Tisch Wünsche und Träume für eine Zukunft ohne Müll, oder eben die Zukunft des Mülls in Form von Zeichnungen und Beschreibungen dokumentiert wurden. An einem wieder anderen Tisch konnte man Handlungsweisen und Strategien von früher zum Besten geben, um daraus mögliche Lösungen für das moderne neuzeitliche Müllproblem zu finden.

Trial and Error führten an einem DIY Tisch ihre Ideen vor, die das Thema Upcycling direkt umzusetzen versuchen. Handwerklich begabte Besucher konnten hier auch selbst zupacken und Möbelstücke aus Sperrmüll und Ähnlichem bauen.

Am Experten-Tisch fand sich eine interessante Gruppe aus Akteuren der Müll-Szene zusammen. Die Experten waren:
Oliver Berndt vom Deutschen Verpackungsinstitut, einer Branchenvereinigung mit Sitz in Berlin,
Stefan SchriddeInitiator von Murks? Nein Danke!,
Christiane Winkler, Sprecherin des Projektes “Bundespreis Ecodesign” des Internationalen Designzentrums Berlin,
Frieder Söling von der Berliner Stadtreinigung, zuständig für das Innovationslab der BSR
und ich.

Daraus ergaben sich sehr interessante Gespräche und Diskussionen über Verantwortlichkeiten, Werte und Emotionen im Zusammenhang mit Müll. Es bestätigt mein Anliegen, Müll als Phänomen stärker in die Ausbildung von Designern einzubinden. Denn gerade von uns werden innovative Lösungen für prekäre Probleme erwartet, doch wir Designer können selbst kaum die Komplexität der aktuellen Probleme unseres Planeten verstehen, daher ist eine integrative Arbeitsweise mit anderen Akteuren und Experten unerlässlich. Das Rethinking Garage Projekt war ein toller Anfang davon. Vielen Dank, wieder einmal, an die tolle Organsiation und Moderation von Birgit!

Und hier ein paar Eindrücke des Müll-Nachmittags.