Littering bedeutet soviel wie Vermüllung. Wikipedia hat einen eigenen Eintrag für den Begriff Vermüllung: “Vermüllung bezeichnet das achtlose Wegwerfen und Liegenlassen von Abfall vorzugsweise auf öffentlichem Grund, d. h. insbesondere Straßen, Plätze und Parks. Es handelt sich dabei um ein strafrechtlich verfolgbares Delikt und kann in Deutschland mit Geldbuße, in der Schweiz sogar mit Haft geahndet werden.”

Allgemein ist dieses Problem angesichts der riesigen Müllberge der Privathaushalte ein wenig aus dem Fokus geraten. Teilweise hat aber auch ein durchschlagender Moralisierungsprozess in unserer Gesellschaft Einzug gehalten. Das achtlose Wegwerfen von Abfall in die Umgebung gilt unter uns Westeuropäer als verwerflich. Das ist schon ein toller Erfolg. Dennoch, seit dem Verbot von Rauchen in öffentlichen Gebäuden ist die Zahl von Littering-Fällen noch mal in die Höhe geschossen. Eine Studie von 2003 zeigt, dass mit 58,3 % die am meisten weggeworfenen Gegenstände Zigarettenstummel sind. Das gilt natürlich vor allem für Städte. Aber auch das Deponieren von Müll in der Landschaft gilt als Littering.

Vor allem in der Grillsaison hinterlässt der Berliner viel Müll.

Vor allem in der Sommerzeit offenbart sich dieses Problem als urbanes Phänomen. Viele Städter bevölkern an warmen Tagen die Parks und Plätze. Dabei verkonsumieren sie allerhand Artikel, die extra für diese Anlässe designt wurden (Bsp. Einweggrill, Plastik-besteck und -geschirr). Das was bleibt sind Verpackungen und Einwegobjekte mit denen man nach dem gemütlichen Beisammen nichts mehr zu tun haben will.

Die sogenannte After-Party-Work.

Besonders extrem erscheint die Littering-Problematik bei öffentlichen Groß-veranstaltungen. Am Ende einer jeden solchen Veranstaltungen muss die Army of Trash anrücken und ordentlich durch die Straßen und über die Plätze fegen. Sie füllen ihre Müllautos, die sonst den Müll eines ganzen Kiezes aufnehmen. Wenn sie anrücken, ist die Veranstaltung offiziell als beendet erklärt.

Auch an normalen Tagen kann man Littering beobachten. Wenn man sich ein wenig Zeit nimmt, kann man am Landwehrkanal alle Abfallarten an sich vorbeiziehen sehen. Von Bio-Müll bis Glas schippert alles an einem vorbei. Dass es sich dabei auch um eine urbane Form der Kontaktanzeige handeln kann, ist sehr selten.